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Der Atarashiiblock

"Atarashii" ist Japanisch und heißt "neu". Nachdem der Block ganz anders gefertigt wird, als klassische Quilts, kann man ihn getrost als neu bezeichnen. Der Block eignet sich besonders zum Handnähen und kann deshalb, nachdem er vorbereitet wurde sehr gut unterwegs genäht werden.

Das Quadrat und der Kreis
Ich habe ein Beispiel mit Muster. Die machen später den Reiz des Blocks aus. Aber den ersten Versuch kann man natürlich ohne Muster machen. Dazu einfach zwei verschiedene Stoffe für Kreis und Quadrat verwenden. Ja genau, man braucht einen Kreis und ein Quadrat.

Das Quadrat wird ohne Nahtzugabe zugeschnitten. Man kann es gleich mit dem Vlies ausschneiden.

Der Kreis braucht 1 cm Nahtzugabe und ist so groß, dass das Quadrat ganz reinpasst.

Zu genaueren Maßen komme ich später.


Sprühstärke und Kreis
Ich habe eine Schablone in Größe des Kreises zugeschnitten und die Kreislinie markiert. Das Markieren ist wichtig, wenn der Kreis aus verschiedenen Stoffen besteht und ein bestimmtes Muster bilden soll.

Als sehr hilfreich hat sich Sprühstärke erwiesen. Damit sprühe ich den Rand vor dem Bügeln ein und er bleibt viel besser in Form.


Mit drei Fingern jeweils 0°, 45° und 90° festhalten
Jetzt wirds heiß. Ich lege die Schablone passend auf den Kreis. Die Schablone hat Markierungslinien. Es sind die Diagonalen, die bei Mustern an der richtigen Stelle landen müssen.

Mit der gezeigten Fingerhaltung konnte ich am einfachsten Bügeln.


Das Bügeleisen auf dem Kreis
Immer schön senkrecht von außen bügeln, damit der Stoff gleichmäßig umgelegt wird. Spätestens jetzt merkt man, ob der Karton für die Schablone zu dick ist. Er sollte eben dünn und fest sein, damit man einen deutlichen Rand bügeln kann.

Bevor man die Schablone entfernt, sollte der Stoff ganz auskühlen. Manche Stoffe sind ganz schön störrisch, trotz Sprühstärke. Wenn gar nichts hilft, muss man halt doch noch heften.


Das Quadrat und die Schablone dazu
So, jetzt kommen wir zum Quadrat. Auch für das Quadrat habe ich eine Schablone mit Hilfslinien gemacht. Ob und welche Hilfslinien man braucht, kommt auf das Muster an. Bei meinem Muster brauche ich teilweise die Mittellinien, die mit der Mittelnaht vom Kreis zusammenfallen müssen.


Quadratschablone im Kreis
Die Schablone vom Quadrat wird sehr sorgfältig platziert. Alle vier Ecken liegen genau auf dem Kreisrand - oder zumindest gleich weit vom Rand entfernt. Und dann werden die Ohren umgebügelt.


Kreis um Schablone gebügelt
Auch hier hilft Sprühstärke, wenn der Stoff nicht da bleiben will, wo man ihn hindampft. Schon mit Schablone bekommt man eine Ahnung, wie der Block mal aussehen wird. Aus dem Muster des Kreises entstehen neue Geometrieen.

Idealerweise sollten sich die Ohren an den Ecken nur berühren und nicht überlappen.


Das Stoffquadrat wird in den gebügelten Kreis gelegt
Jetzt ist der Große Moment für das Quadrat gekommen. Vlies drunter nicht vergessen und in die Taschen stecken. Bei Mustern genau aufpassen, ob das Quadrat auch richtig orientiert ist!


Ränder fixiert und fertig zum Nähen
Zu guter Letzt habe ich die Ohren mit Stecknadeln fixiert. So kann man jetzt mit der Nähmaschine am Kreis entlang nähen. Oder man macht es mit der Hand und hübschen kleinen Blindstichen.

Die so vorbereiteten Blöcke kann man gut mitnehmen.


Platz für das fertige Teil
Hier nun der Quilt, den ich aus dem Beispielblock gemacht habe. Na, wo im Bild ist der Beispielblock?

Ich bastle an einem interaktivem Planer für diese Blöcke. Hier kann man schon etwas ausprobieren.


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